Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 5. Oktober 2026
Angebot ausschließlich für Unternehmer. Figgle schließt Verträge nur mit Unternehmern im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern schließen wir nicht.
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter und Kundenkreis
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung des Software-as-a-Service-Dienstes „Figgle" (nachfolgend „Dienst") zwischen Sebastian Klenk, Einzelunternehmen „Figgle", Schillerstraße 25a, 95346 Stadtsteinach, Deutschland, E-Mail kontakt@figgle.de (nachfolgend „Anbieter"), und dem Kunden (nachfolgend „Kunde").
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB), juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Der Kunde bestätigt bei der Registrierung ausdrücklich, dass er den Vertrag in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit schließt. Hat er diese Bestätigung nicht unter der jeweils geltenden Fassung dieser AGB abgegeben, holt der Anbieter sie vor der ersten Bestellung eines kostenpflichtigen Tarifs ein. Der Anbieter kann einen Nachweis verlangen (zum Beispiel Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung) und den Vertragsschluss ablehnen, wenn Zweifel an der Unternehmereigenschaft bestehen.
(3) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht oder Leistungen in Kenntnis solcher Bedingungen erbringt. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.
(4) Bei Widersprüchen gilt folgende Rangfolge: individuelle Vereinbarungen, der Auftragsverarbeitungsvertrag (§ 9) in allen Fragen des Datenschutzes, die Leistungsbeschreibung und Preisübersicht des gebuchten Tarifs, diese AGB.
§ 2 Leistungen des Anbieters
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden den Dienst über das Internet zur Nutzung bereit. Der Dienst besteht aus einem Kundenbereich („Dashboard") und einem Skript („Snippet"), das der Kunde in seine Website einbindet. Er ermöglicht es, auf der Website des Kunden Inhaltsvarianten auszuspielen (A/B-Tests), kontextbezogene Inhalte anzuzeigen („Moments"), vom Kunden festgelegte Ziele (Conversions) zu messen und die Ergebnisse statistisch auszuwerten. Die wirksamere Variante wird dabei mit statistischen Verfahren häufiger ausgespielt.
(2) Der Dienst kann Vorschläge für Tests und Texte erstellen, auch mithilfe von KI-Modellen (zum Beispiel Website-Check und Co-Pilot). Vorschläge sind unverbindliche Empfehlungen. Änderungen an der Website werden nur nach Freigabe durch den Kunden ausgespielt; das gilt auch für einen Automatik-Modus, in dem der Kunde seine Freigabe im Voraus erteilt.
(3) Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif und der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Leistungsbeschreibung unter figgle.de.
(4) Das Snippet ist so gestaltet, dass die Website des Kunden bei einer Störung des Dienstes mit ihren ursprünglichen Inhalten ausgeliefert wird. Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg, eine bestimmte Steigerung der Conversion-Rate oder ein statistisch belastbares Testergebnis innerhalb einer bestimmten Zeit ist nicht geschuldet; die Aussagekraft von Tests hängt insbesondere von der Besucherzahl der Website und dem Einwilligungsverhalten der Besucher ab.
(5) Der Anbieter darf zur Leistungserbringung Unterauftragnehmer einsetzen. Für den Einsatz von Unterauftragsverarbeitern gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag.
§ 3 Vertragsschluss, Testphase und kostenloser Tarif
(1) Die Darstellung der Tarife auf der Website ist kein bindendes Angebot. Mit dem Abschluss der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines Vertrags über die Nutzung des kostenlosen Tarifs „Moments" beziehungsweise über die Testphase eines kostenpflichtigen Tarifs ab. Der Anbieter nimmt das Angebot an, indem er das Kundenkonto freischaltet; die Freischaltung erfolgt in der Regel unmittelbar nach der Registrierung.
(2) Die Testphase eines kostenpflichtigen Tarifs ist unentgeltlich und dauert 14 Tage. Für sie sind keine Zahlungsdaten erforderlich. Bestellt der Kunde bis zu ihrem Ende keinen kostenpflichtigen Tarif, wird der Zugang automatisch auf den kostenlosen Tarif umgestellt; eine kostenpflichtige Verlängerung erfolgt nicht.
(3) Kostenpflichtige Tarife bestellt der Kunde über die Bezahlseite des Zahlungsdienstleisters Stripe. Vor Abschluss der Bestellung werden ihm Tarif, Preis, Abrechnungszeitraum und Kündigungsmöglichkeit angezeigt. Mit Abschluss des Bestellvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab; der Vertrag kommt mit der Bestätigung durch den Anbieter oder der Freischaltung des Tarifs zustande. Läuft bei der Bestellung noch eine Testphase, beginnt die Zahlungspflicht mit deren Ende.
(4) Der Anbieter kann den kostenlosen Tarif mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen in Textform ändern oder einstellen.
(5) Diese AGB sind jederzeit unter figgle.de/agb abrufbar und können gespeichert und ausgedruckt werden. Bestell- und Rechnungsdaten erhält der Kunde per E-Mail.
§ 4 Preise, Zahlung und Tarifwechsel
(1) Es gelten die bei Vertragsschluss auf figgle.de ausgewiesenen Preise. Der Tarif Moments ist kostenlos. Die kostenpflichtigen Tarife kosten derzeit bei monatlicher Abrechnung: Solo 79 €, Pro 149 € und Business 349 € je Monat; bei jährlicher Abrechnung: Solo 790 €, Pro 1.490 € und Business 3.490 € je Jahr. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %; zur Information einschließlich Umsatzsteuer: Solo 94,01 €, Pro 177,31 € und Business 415,31 € je Monat beziehungsweise Solo 940,10 €, Pro 1.773,10 € und Business 4.153,10 € je Jahr).
(2) Bei Kunden mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, die eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben, schuldet der Kunde die Umsatzsteuer (Reverse-Charge-Verfahren, Art. 196 MwStSystRL); die Rechnung weist dann keine Umsatzsteuer aus und enthält den Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers".
(3) Die Vergütung ist für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (Monat oder Jahr) im Voraus fällig und wird über Stripe eingezogen. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
(4) Ein Wechsel in einen höheren Tarif wird sofort wirksam; die Differenz für den laufenden Abrechnungszeitraum wird anteilig berechnet. Ein Wechsel in einen niedrigeren Tarif wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam.
(5) Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, kann der Anbieter nach Mahnung in Textform und Ablauf einer darin gesetzten Frist von mindestens 14 Tagen die Leistungen des Dienstes (Ausspielen von Tests und Inhalten, Messung und kostenpflichtige Funktionen) sperren, bis die offene Forderung beglichen ist. Die Website des Kunden wird während der Sperre mit ihren ursprünglichen Inhalten ausgeliefert; die Daten des Kunden bleiben erhalten, und die Sperre beendet den Vertrag nicht. Mit dem Ausgleich der Forderung hebt der Anbieter die Sperre unverzüglich auf. Weitere gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Parteien können einen kostenpflichtigen Tarif jederzeit ohne Einhaltung einer Frist zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen (bei monatlicher Abrechnung zum Monatsende, bei jährlicher Abrechnung zum Ende des Vertragsjahres). Nach Ende eines kostenpflichtigen Tarifs wird der Zugang auf den kostenlosen Tarif umgestellt, sofern der Kunde nicht auch diesen kündigt. Den kostenlosen Tarif können beide Parteien jederzeit kündigen; für den Anbieter gilt § 3 Abs. 4.
(2) Der Kunde kann über die Kündigungsfunktion in den Konto-Einstellungen des Dashboards oder in Textform (zum Beispiel per E-Mail an kontakt@figgle.de) kündigen.
(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde unzutreffend angegeben hat, Unternehmer zu sein, wenn er trotz Abmahnung erheblich gegen § 7 verstößt oder wenn er mit der Zahlung eines Betrags in Verzug ist, der zwei Monatsentgelten entspricht. Die Kündigung bedarf der Textform.
§ 6 Verfügbarkeit, Wartung und Support
(1) Der Anbieter stellt für kostenpflichtige Tarife jede der folgenden Komponenten mit einer Verfügbarkeit von 99,0 % im Kalendermonat bereit: (a) die Auslieferung des Snippets, gemessen am Auslieferungspunkt des eingesetzten Content-Delivery-Netzes; (b) die Auslieferung der Website-Konfiguration, (c) die Annahme der Messdaten und (d) das Dashboard, jeweils gemessen am Übergabepunkt des Rechenzentrums ins Internet. Der Anbieter überwacht die Verfügbarkeit mit einem automatisierten Prüfverfahren und stellt dem Kunden auf Anfrage einen Verfügbarkeitsnachweis für den betreffenden Monat zur Verfügung.
(2) Bei der Berechnung bleiben außer Betracht: angekündigte Wartungsarbeiten (Ankündigung mindestens 48 Stunden im Voraus, insgesamt höchstens acht Stunden je Monat, nach Möglichkeit zwischen 22 und 6 Uhr), Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (zum Beispiel Störungen des öffentlichen Internets außerhalb der vom Anbieter und seinen Unterauftragnehmern betriebenen Netze, höhere Gewalt) sowie Störungen, die der Kunde zu vertreten hat oder die auf seiner Website oder seinen Systemen beruhen. Störungen bei Unterauftragnehmern des Anbieters (zum Beispiel Rechenzentrums- und CDN-Betreibern) gelten nicht als außerhalb seines Einflussbereichs. Unaufschiebbare Sicherheits-Updates darf der Anbieter auch ohne Ankündigung einspielen; die dadurch verursachte Nichtverfügbarkeit wird bei der Berechnung berücksichtigt.
(3) Unterschreitet die Verfügbarkeit den Wert nach Absatz 1, stehen dem Kunden die gesetzlichen Rechte nach Maßgabe der §§ 10 und 11 zu. Pauschale Gutschriften werden nicht gewährt. Für den kostenlosen Tarif und die Testphase wird keine bestimmte Verfügbarkeit zugesagt.
(4) Support leistet der Anbieter per E-Mail an kontakt@figgle.de. Anfragen werden an Werktagen (Montag bis Freitag, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage) in der Regel innerhalb von zwei Werktagen beantwortet, in den Tarifen Pro und Business bevorzugt.
§ 7 Pflichten des Kunden
- Der Kunde setzt das Snippet nur auf Websites ein, für die er berechtigt ist, und ist für deren Inhalte sowie für die von ihm angelegten Tests, Varianten, Inhalte und Ziele verantwortlich. Vor der Freigabe prüft er Vorschläge des Dienstes auf Richtigkeit und Rechtmäßigkeit.
- Der Kunde ist für die datenschutzrechtliche Zulässigkeit des Einsatzes auf seiner Website verantwortlich. Er holt insbesondere die erforderlichen Einwilligungen seiner Besucher über ein geeignetes Einwilligungs-Tool ein, informiert sie in seiner Datenschutzerklärung (der Anbieter stellt dafür einen Textbaustein bereit) und hält die Pflichten aus dem Auftragsverarbeitungsvertrag nach § 9 ein.
- Setzt der Kunde den Dienst auf Websites Dritter ein (zum Beispiel als Agentur für seine Auftraggeber), stellt er sicher, dass er dazu berechtigt ist und dass der Dritte der Einschaltung des Anbieters als weiterem Auftragsverarbeiter zugestimmt hat; er gibt die datenschutzrechtlichen Pflichten in seinem Vertrag mit dem Dritten weiter (§ 1 des Auftragsverarbeitungsvertrags).
- Der Kunde gestaltet Tests und Inhalte nicht irreführend oder sonst rechtswidrig. Er setzt den Dienst insbesondere nicht für unzulässige Preis- oder Konditionsunterschiede, für rechtswidrige Inhalte oder so ein, dass besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) übermittelt werden.
- Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, schützt sie vor dem Zugriff Dritter und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet. Er ist für Handlungen verantwortlich, die über seinen Zugang erfolgen, soweit er sie zu vertreten hat.
- Der Kunde greift nicht mit automatisierten Mitteln in einer Weise auf den Dienst zu, die dessen Betrieb beeinträchtigt, und umgeht keine technischen Schutz- oder Begrenzungsmaßnahmen.
Bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Kunde gegen diese Pflichten verstößt und dadurch Rechte Dritter verletzt, gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen wird oder die Sicherheit des Dienstes gefährdet ist, kann der Anbieter die Auslieferung für die betroffene Website ganz oder teilweise vorläufig sperren, soweit und solange das zur Abwendung erforderlich ist. Er benachrichtigt den Kunden unverzüglich unter Angabe des Grundes und gibt ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Sperre wird aufgehoben, sobald der Verdacht ausgeräumt oder der Verstoß beseitigt ist. Die Website des Kunden wird während der Sperre mit ihren ursprünglichen Inhalten ausgeliefert.
§ 8 Nutzungsrechte, Inhalte und Vorschläge
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht ein, den Dienst im Rahmen dieser AGB und des gebuchten Tarifs zu nutzen und das Snippet in seine Websites einzubinden.
(2) Inhalte, die der Kunde einstellt, bleiben seine Inhalte. Der Kunde räumt dem Anbieter die Rechte ein, die für die Erbringung des Dienstes erforderlich sind, insbesondere zur Speicherung, Darstellung und Auslieferung seiner Varianten sowie zur Erstellung von Bildschirmaufnahmen seiner Website für Vorschläge und Ergebnisansichten.
(3) Vorschläge des Dienstes darf der Kunde frei verwenden. Für die Rechtmäßigkeit der Inhalte, die er freigibt, ist der Kunde verantwortlich.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten der Website-Besucher des Kunden verarbeitet, tut er dies als Auftragsverarbeiter. Die Einzelheiten regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, der diesen AGB als Anlage beigefügt und unter figgle.de/legal/avv abrufbar ist. Er ist Bestandteil des Vertrags und kommt mit der Annahme dieser AGB in elektronischem Format zustande (Art. 28 Abs. 9 DSGVO); der Anbieter protokolliert Fassung, Zeitpunkt, Kundenkonto und bestätigenden Nutzer. Der Vertrag ist zusätzlich im Dashboard mit den Daten des Kundenkontos abrufbar und kann gespeichert und ausgedruckt werden. Die technischen und organisatorischen Maßnahmen und die eingesetzten Unterauftragsverarbeiter sind unter figgle.de/legal/tom und figgle.de/legal/subprozessoren veröffentlicht.
(2) Für die Verarbeitung der Daten des Kunden und seiner Nutzer (Kundenkonto, Abrechnung, Support) ist der Anbieter selbst verantwortlich. Hierüber informiert die Produkt-Datenschutzerklärung.
§ 10 Mängel
(1) Der Anbieter beseitigt Mängel des Dienstes innerhalb angemessener Frist. Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich in Textform an und beschreibt sie so genau, wie es ihm möglich ist.
(2) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen. Im Übrigen gilt für Schadensersatz § 11.
(3) Das Recht des Kunden, wegen Nichtgewährung des vertragsgemäßen Gebrauchs zu kündigen (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BGB), besteht erst, wenn dem Anbieter ausreichend Gelegenheit zur Mängelbeseitigung gegeben wurde und diese fehlgeschlagen ist.
(4) Bei unentgeltlichen Leistungen (kostenloser Tarif, Testphase) haftet der Anbieter für Mängel nur, wenn er sie arglistig verschwiegen hat.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, im Umfang einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentlich sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, etwa die Bereitstellung des Dienstes im vereinbarten Umfang und der Schutz der verarbeiteten Daten. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) In den Fällen des Absatzes 2 ist die Haftung je Schadensfall auf das Doppelte der Vergütung begrenzt, die der Kunde für die zwölf Monate vor dem schadensbegründenden Ereignis geschuldet hat, mindestens jedoch auf 10.000 €.
(4) Der Anbieter sichert die Daten des Dienstes täglich. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet er für den Verlust von Daten nur in Höhe des Aufwands, der zur Wiederherstellung aus der letzten ordnungsgemäßen Datensicherung erforderlich ist.
(5) Bei unentgeltlichen Leistungen (kostenloser Tarif, Testphase) haftet der Anbieter außer in den Fällen des Absatzes 1 nicht.
(6) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Die Haftung gegenüber betroffenen Personen nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.
(7) Ansprüche des Kunden auf Schadensersatz und wegen Mängeln verjähren in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht für Ansprüche nach Absatz 1; für sie gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
§ 12 Freistellung
Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter, einschließlich Ansprüchen seiner Website-Besucher und Bußgeldern von Behörden, sowie von den angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung frei, soweit diese auf Inhalten oder einem Einsatz des Dienstes beruhen, die der Kunde unter Verstoß gegen § 7 zu vertreten hat, insbesondere auf dem Fehlen erforderlicher Einwilligungen. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über geltend gemachte Ansprüche und stimmt sich mit ihm über die Verteidigung ab.
§ 13 Vertraulichkeit
Beide Parteien behandeln nicht öffentliche Informationen der anderen Partei, die ihnen im Rahmen des Vertrags bekannt werden, vertraulich und verwenden sie nur zur Durchführung des Vertrags. Die Pflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, die eine Partei rechtmäßig von Dritten erhalten hat oder deren Offenlegung gesetzlich oder behördlich verlangt wird. Sie besteht nach Vertragsende fort.
§ 14 Änderungen der Leistungen, Preise und AGB
(1) Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln und ändern, wenn dafür ein triftiger Grund besteht (zum Beispiel technische Entwicklung, Sicherheit, geänderte Rechtslage oder der Wegfall einer Leistung eines Vorlieferanten) und die Änderung für den Kunden zumutbar ist. Schränkt eine Änderung wesentliche Funktionen des gebuchten Tarifs ein, kündigt der Anbieter sie mindestens sechs Wochen vorher in Textform an; der Kunde kann den Vertrag dann zum Wirksamwerden der Änderung kündigen. Im Voraus gezahlte Entgelte für die Zeit danach werden anteilig erstattet.
(2) Der Anbieter kann die Preise der kostenpflichtigen Tarife zum Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums erhöhen, soweit das zum Ausgleich gestiegener Kosten erforderlich ist, die für die Erbringung des Dienstes maßgeblich sind (insbesondere Kosten für Rechenzentren, Netzinfrastruktur, Software-Lizenzen und Unterauftragnehmer, Personal sowie hoheitlich auferlegte Abgaben); gesunkene Kosten in diesen Bereichen sind gegenzurechnen. Eine Erhöhung ist höchstens einmal innerhalb von zwölf Monaten und um höchstens 10 % des bisherigen Preises zulässig. Der Anbieter kündigt sie mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform unter Angabe des Grundes an. Der Kunde kann den Vertrag bis zum Wirksamwerden auf diesen Zeitpunkt kündigen; darauf weist die Ankündigung ausdrücklich hin. Weitergehende Preiserhöhungen werden nur mit Zustimmung des Kunden wirksam. Senkt der Anbieter die Listenpreise, gelten die niedrigeren Preise ab dem nächsten Abrechnungszeitraum.
(3) Änderungen dieser AGB bietet der Anbieter dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform an. Sie werden wirksam, wenn der Kunde zustimmt, zum Beispiel durch Bestätigung im Dashboard. Stimmt der Kunde nicht zu, gelten die bisherigen AGB fort; jede Partei kann den Vertrag dann nach § 5 ordentlich kündigen.
§ 15 Vertragsende und Daten
Nach dem Ende des Vertrags kann der Kunde innerhalb von 30 Tagen in Textform die Herausgabe seiner Testkonfigurationen und Testergebnisse in einem gängigen maschinenlesbaren Format verlangen. Danach löscht der Anbieter die Daten des Kunden nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags und der Produkt-Datenschutzerklärung, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen (zum Beispiel für Rechnungen).
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Anbieter bei Vertragsschluss Kaufmann und ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertrag Stadtsteinach (§ 38 Abs. 1 ZPO); der Anbieter darf auch am Sitz des Kunden klagen. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Gesetzliche ausschließliche Gerichtsstände bleiben unberührt.
(3) Erklärungen zum Vertrag können in Textform (zum Beispiel per E-Mail) abgegeben werden, soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist. Vertragssprache ist Deutsch.
(4) Sind einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften (§ 306 Abs. 2 BGB).
Hinweis zu Verträgen vor dem 5. Oktober 2026
Für Verträge, die vor dem 5. Oktober 2026 abgeschlossen wurden, gelten bis zu einer Zustimmung zu dieser Fassung (§ 14 Abs. 3) die bisherigen Bedingungen (Fassung vom 29. September 2026). Vor der ersten Bestellung eines kostenpflichtigen Tarifs holt der Anbieter die Zustimmung zu dieser Fassung im Dashboard ein (§ 1 Abs. 2). Haben Verbraucher vor diesem Datum einen Vertrag geschlossen, bleiben ihre gesetzlichen Rechte unberührt; Informationen zum Widerruf finden sie unter figgle.de/widerruf.