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Ratgeber

Conversion-Rate berechnen: Formel, Benchmarks und wie du sie verbesserst

Um die Conversion-Rate zu berechnen, teilst du die Conversions durch die Besucher und multiplizierst mit 100: 23 Anfragen aus 1.000 Besuchern ergeben 2,3 %. Die Formel ist trivial. Worauf es ankommt, ist die saubere Definition (was zählt als Conversion, welche Besucher stehen im Nenner) und die ehrliche Einordnung gegen realistische Bereiche statt gegen Wunschzahlen.

Von Sebastian Klenk · Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026

Die Formel: Conversions durch Besucher mal 100

Eine Conversion ist die Aktion, die du als Erfolg definierst: ein abgeschicktes Kontaktformular, ein Kauf, ein Newsletter-Abo, ein Klick auf „Anfrage senden“. Du zählst, wie oft das passiert, teilst durch die Besucher und nimmst mal 100. Besuchen 1.000 Menschen deine Seite und schicken 23 das Formular ab, liegst du bei 2,3 %. Mehr ist an der Rechnung nicht dran. Die Fehler entstehen davor und danach, nicht in der Multiplikation.

  • Conversion-Rate (%) = Conversions ÷ Besucher × 100
  • Beispiel: 23 Anfragen ÷ 1.000 Besucher × 100 = 2,3 %
  • Der Nenner entscheidet: alle Besucher, eindeutige Besucher (Unique Visitors) oder Sessions?
  • Eine Seite hat mehrere Conversion-Raten, je nach Ziel (Lead, Kauf, Klick)

Besucher, Sessions oder Unique Visitors: was gehört in den Nenner?

Hier verrechnen sich die meisten. Teilst du durch Sessions, kommt eine andere Zahl raus als bei eindeutigen Besuchern, weil eine Person an einem Tag mehrere Sessions haben kann. Für eine KMU-Seite mit Anfrage-Formular ist die ehrlichste Variante: eindeutige Besucher im Nenner, eindeutige Conversions im Zähler. Wer zweimal anfragt, zählt einmal. Welche Definition du nimmst, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass du sie über die Zeit nicht änderst, sonst vergleichst du nach jedem Tool-Wechsel Äpfel mit Birnen.

Was ist eine gute Conversion-Rate?

Eine feste „gute“ Zahl gibt es nicht. Gut ist, was über deinem letzten Wert liegt. Zur groben Orientierung: über alle Branchen hinweg liegen Website-Conversion-Raten oft irgendwo zwischen 1 und 3 %. Fokussierte Dienstleister-Landingpages mit klarem Angebot tendieren nach oben, breite Shops mit kaltem Traffic nach unten. Eine Steuerberatungs-Seite und ein Mode-Shop spielen in verschiedenen Ligen. Nimm fremde Branchenzahlen als Hausnummer, nicht als Ziel.

  • Niedrig (etwa 0,5 bis 1,5 %): breiter, kalter Traffic oder unklares Angebot (z. B. Display-Anzeigen)
  • Solide (etwa 2 bis 4 %): fokussierte Landingpage mit einem klaren Ziel und passendem Traffic
  • Stark (5 % und mehr): warmer Traffic (Bestandskunden, gezielte Suchanfragen) oder ein sehr eindeutiges Angebot
  • Vergleiche gegen deine eigene Vorperiode, nicht gegen fremde Branchen

Berechnen ist leicht, verbessern ist die Arbeit

Sobald du deine Zahl kennst, kommt der eigentliche Punkt: wie hebst du sie? Raten bringt nichts, weil das, was auf einer Seite zieht, auf der nächsten floppt. Der saubere Weg ist, eine Variante gegen den Ist-Zustand zu testen und zu messen, welche besser konvertiert. Vorher lohnt ein nüchterner Blick auf deinen Traffic: mit wenig Besuchern dauern klassische A/B-Tests sehr lange bis zu einem belastbaren Ergebnis, oft Wochen bis Monate. Wie viele Besucher du brauchst, rechnest du dir besser vorab aus, statt mitten im Test zu schätzen.

Ob sich ein Test bei deinem Traffic überhaupt lohnt, sagt dir der A/B-Test-Rechner: er nennt die Besucherzahl für eine verlässliche Aussage. Lohnt es sich bei wenig Traffic, ist die Frage gut investiert, hier rechnen wir sie durch. Und wenn du erstmal sehen willst, wo deine Seite Conversions liegen lässt, gibt der kostenlose Website-Check konkrete Ansatzpunkte zu Überschrift, Call-to-Action und Vertrauenssignalen.

  • Ein Ziel pro Seite: eine Landingpage mit drei gleichwertigen CTAs konvertiert meist schlechter als eine mit einem
  • Reibung raus: jedes Pflichtfeld weniger im Formular senkt die Abbruchquote
  • Vertrauen zeigen: Referenzen, klare Preise und ein echtes Gesicht statt Stockfoto wirken oft mehr als jede Headline
  • Eine Sache pro Test: änderst du mehrere Dinge gleichzeitig, weißt du nie, was gewirkt hat
Bei wenig Traffic ist A/B-Testing oft das falsche Werkzeug. Figgle Moments passt Inhalte kontextuell an (Tageszeit, Region, Wetter) und wirkt ab dem ersten Besucher, ohne Wartezeit auf Signifikanz und ohne Tracking.

Der häufigste Denkfehler: die Rate ohne Kontext lesen

Eine steigende Conversion-Rate ist nicht automatisch ein gutes Zeichen. Bricht dein Traffic ein und bleiben nur die heißesten Interessenten übrig, klettert die Prozentzahl, obwohl unter dem Strich weniger Anfragen reinkommen. Schau deshalb immer auf beides: die Rate und die absolute Zahl der Conversions. Und gib der Zahl Zeit. Über einen einzelnen Tag schwankt jede Rate stark, erst über Wochen mit genug Besuchern wird sie belastbar.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Conversion-Rate?

Du teilst die Conversions durch die Besucher und multiplizierst mit 100. Bei 23 Anfragen aus 1.000 Besuchern sind das 2,3 %. Entscheidend ist nur, dass du klar definierst, was als Conversion zählt und welche Besucher im Nenner stehen.

Was ist eine gute Conversion-Rate?

Über alle Branchen liegen Website-Conversion-Raten oft zwischen 1 und 3 %. Fokussierte Landingpages mit warmem Traffic schaffen häufig mehr, breite Shops eher weniger. Eine feste „gute“ Zahl gibt es nicht: vergleiche dich gegen deinen eigenen Vorperioden-Wert.

Rechnet man mit Besuchern oder mit Sessions?

Beides ist üblich, ergibt aber unterschiedliche Zahlen, weil eine Person mehrere Sessions haben kann. Für Anfrage-Formulare sind eindeutige Besucher im Nenner meist die ehrlichste Wahl. Wichtiger als die perfekte Definition ist, dass du sie über die Zeit konstant hältst.

Wie viele Besucher brauche ich, um meine Conversion-Rate sinnvoll zu testen?

Das hängt von deiner aktuellen Rate und dem Unterschied ab, den du nachweisen willst. Bei wenig Traffic dauern klassische A/B-Tests schnell viele Wochen bis Monate. Rechne dir die nötige Besucherzahl vorab mit einem A/B-Test-Rechner aus, statt während des Tests zu schätzen.

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